Den nächsten Bundesliga-Absteiger im Visier

03.10.2019

Die wiha Panthers Schwenningen empfangen am kommenden Samstag (um 20 Uhr) Science City Jena zum 3. Spieltag in der Barmer 2. Basketball Bundesliga. Als letztjähriger Bundesligist zählen die Thüringer mit 2,4 Millionen Euro Gesamtetat zu den Favoriten auf die Meisterschaft. In Schwenningen hofft man, nach der unglücklichen Niederlage in Bremerhaven im zweiten Anlauf einen Bundesliga-Absteiger besiegen zu können.

 

Auch in der Woche nach dem Auswärtsspiel in Bremerhaven bleibt diese eigenartige Mischung aus Enttäuschung über die knappe Niederlage und Stolz über den couragierten Auftritt der Panthers-Mannschaft zurück. Zwar unterstrichen die Schwenninger Basketballer mit einer insgesamt guten Leistung, dass man bereits auf Topniveau der ProA gut mithalten kann. Aber 98 gegnerische Punkte, insgesamt zu viele zugelassene Offensivrebounds und individuelle Fehler in der Schlussphase verdeutlichten auch, woran das Team noch arbeiten muss.

 

Auch in Jena blickt man mit gemischten Gefühlen auf den vergangenen Spieltag zurück. Die vom ehemaligen Bundestrainer Frank Menz trainierten Thüringer kommen mit weißer Weste in den Schwarzwald. Doch dass der Bundesliga-Absteiger trotz starkem Kader nicht unverwundbar ist, konnte das Team Ehingen Urspring am letzten Spieltag eindrucksvoll beweisen. In der Sparkassen-Arena Jena legten die Schwaben einen fulminanten Start hin und führten zur Halbzeit völlig überraschend mit 19 Punkten. Doch dank einer starken Aufholjagd in der 2. Halbzeit und einem 31:7 Schlussspurt im 4. Viertel konnte Jena die Partie noch mit 80:70 für sich entscheiden.

 

„Wir haben das Spiel in der Vorbereitung natürlich genau seziert und unsere Schlüsse daraus gezogen“, erklärt Panthers-Trainer Alen Velcic im Vorfeld der Begegnung. „Es gibt ein paar Sachen, die uns im Jenaer Spiel aufgefallen sind. Wir wissen, wo wir ansetzen müssen, um gegen so eine starke Mannschaft doch siegreich vom Feld gehen zu können. Gleichwohl ist uns auch klar, dass wir einen Sahnetag erwischen müssen, um eine Chance zu haben. Persönlich sehe ich Jena sogar noch ein Stück stärker als Bremerhaven.“

 

Während Science City Jena in der BBL mit altgedienten Veteranen wie Julius Jenkins oder Immanuel McElroy aufgelaufen ist, erfolgte nun eine Trendwende in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Unter dem früheren Bundestrainer Frank Menz, der in Jena einen Vierjahresvertrag unterschrieben hat, wurde die Mannschaft deutlich verjüngt. Mit Ermen Reyes-Napoles steht nur noch ein Spieler im Kader, der über 30 Jahre alt ist und sechs Akteure sind 20 oder jünger. In Jena strebt man neben dem Wiederaufstieg in die Bundesliga auch die nachhaltige Entwicklung junger Talente an.
Um das zu schaffen, braucht man eine gute Balance aus erfahrenen Qualitätsspielern und geduldigen Perspektivspielern im Kader. Mit Kapitän Dennis Nawrocki, der Trainer Menz aus Braunschweig folgte, Spielgestalter Brad Loesing, Oliver Mackeldanz und Julius Wolf stehen vier deutsche Spieler in Jenas Reihen, die letzte Saison noch in der 1. Liga gespielt haben. Aus Chemnitz und Hagen wechselten zudem mit Matt Vest und Alexander Herrera zwei erfahrene ProA-Spieler zu den Thüringern.

 

„In Jena wird sehr strukturiert gearbeitet und die Mannschaft spielt einen richtig disziplinierten Basketball“, erläutert Alen Velcic anerkennend. „Sie haben einige sehr erfahrene Bundesligaspieler in ihren Reihen, die in der ProA Topspieler sind und sehr gut die Vorgaben umsetzen. Doch trotz der Stärke von Jena können wir Zuhause vor unseren Fans eine Überraschung schaffen! Ich bin mir sicher, dass wir am Samstag ein ganz tolles Basketballspiel auf sehr hohem Niveau sehen werden.“

 

Die wiha Panthers müssen dabei weiter auf ihren athletischen Flügelspieler Junior Searcy verzichten. Den 23-Jährigen plagt noch immer eine Entzündung am Schienbein, die ihn voraussichtlich noch einige Tage außer Gefecht setzen wird. Ansonsten kann Trainer Alen Velcic auf den kompletten Kader zurückgreifen.

 

Zum zweiten Heimspiel der Saison werden die wiha Panthers ihre Sponsoren und besonderen Gäste in einem neuen VIP-Bereich begrüßen. Schon ab 19 Uhr wird ein Buffet bereitstehen und in angenehmer Atmosphäre die Möglichkeit des Gesprächs und Austauschs bestehen. In der Halbzeit werden hier selbstverständlich Getränke und Snacks angeboten. Erstmals soll auch die Pressekonferenz im neuen VIP-Zelt stattfinden und dann auf der Leinwand in die Halle übertragen werden.

 

Tickets für das Spiel gibt es im Online-Shop und an der Abendkasse. Wer nicht in die Deutenberghalle kommen kann, darf sich wieder auf die Live-Übertragung der Begegnung bei Airtango freuen.

 

TEXT: Manuel Schust / FOTO: Michael Kienzler

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