Das Ziel: Gewinnen und daheim ungeschlagen bleiben

12.01.2019

BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd

16. Spieltag: wiha Panthers Schwenningen – RheinStars Köln (Sonntag, 17.30 Uhr)

 

Zweiter gegen Letzter – auf dem Papier scheinen die Vorzeichen für das erste Panthers-Heimspiel 2019 klar abgezeichnet. Doch mit der Favoritenrolle alleine haben die Hausherren ihren elften Saisonsieg noch längst nicht in der Tasche.

 

Das achte Heimspiel der Panthers geht gegen den Tabellenletzten RheinStars Köln. „Unser Ziel ist klar: Gewinnen und daheim ungeschlagen bleiben und den zweiten Platz festigen“, so die Marchroute von Trainer Alen Velcic. Seine Spieler sehen es unisono genauso: „Da wollen wir dranbleiben und unbedingt wieder gewinnen“, so Pointguard Abu Abaker. Die Rheinländer haben bisher eine schwierige Saison zu bewältigen und liegen trotz eines weitaus größeren Etats als die Schwenninger in der Tabelle auf dem letzten Platz. Mit nur drei Siegen und zwölf Niederlagen leuchtet die Rote Laterne am Rhein. Trainer Matthew Dottson (47) ist mit seiner Mannschaft komplett hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben. Nach dem freiwilligen Rückzug aus der ProA sollte der frühere deutsche Traditionsstandort in Sachen Basketball (Saturn Köln in den 1980er-Jahren) wieder zu neuem Leben erweckt werden. Doch weit gefehlt: Es läuft nicht rund. Das letzte Heimspiel ging in der Overtime ganz bitter mit 100:101 vier Sekunden vor dem Ende gegen den BBC Coburg verloren. Dabei verletzte sich auch noch mit Yasin Kolo einer der wichtigesten Spieler. „Das war ganz bitter und natürlich mussten wir danach erst einmal durchschnaufen. Doch trotz der vielen Rückschläge in dieser Saison raffen sich alle immer wieder auf“, lobt Manager Stephan Baeck den unermütlichen Kampfgeist seiner Spieler. Die Chancen auf den fünftletzten Platz und damit die Play Offs sind vor den letzten sieben Spielen nicht ausgeschlossen, jedoch eher unwahrscheinlich. Nur eine Sensationsserie könnte hier noch weiterhelfen und die Abstiegsrunde vermeiden. „Unsere Mannschaft hat einen tollen Charakter, alle Spieler wollen und sind mit dem ganzen Herzen beider Sache“, zeigt sich Matt Dodson optimistisch für die heiße Endphase der Saison.

 

Dazu ist Köln auswärts allerdings im bisherigen Saisonverlauf zu schwach. Immerhin einen der drei Siege gab es in der Fremde beim letzten Spiel im Dezember (89:85-Derbysieg in Rhöndorf). Sonst gab es nur noch zwei Erfolge in eigener Halle gegen Bayern München II (81:74) und Würzburg II (70:60). Das Hinspiel in Köln gewannen die Panthers mit 72:65.

Nach der eigenen Krankheitsmisere hofft Trainer Alen Velcic diesmal wieder auf einen kompletten Kader mit elf Mann. Hannes Osterwalder und Bill Borekambi (beide Virus) sowie Darius Pakamanis (Rückenprobleme) hatten wieder Besserung in dieser Woche. Am Samstag Nachmittag setzte Velcic extra noch eine Trainingseinheit an, um das Zusammenwirken und die individuelle Sicherheit zu fördern. „Wenn wieder alle an Bord sind verbessert es unsere Rotationsmöglichkeiten ungemein, vor allen Dingen wenn wir sechs anstatt vier Local Player zur Verfügung haben.“ Einmal mehr zeigte sich aber, dass wenn Spieler wie Bill Borekambi fehlen und Rasheed Moore nicht hundert Prozent fit sind, Akteure wie Leon Friederici (24 Punkte in Würzburg) oder Anell Alexis (ein Double-Double am Main) persönlich in der Lage sind herausstechen. Nicht auszudenken, sollte es den Panthers einmal gelingen, dass alle Mann an Bord sind und die volle Kapelle gleich vier bis sechs Spieler in Bestform aufbieten kann, was gegen jeden Gegner möglich ist.

 

Bei den Kölnern gibt es indes einige Akteure die trotz des letzten Platzes zu beachten sind: Der Amerikaner Tucker Haymond ist mit 20.4 Punkten pro Partie zweitbester Mann nach Rasheed Moore (22.1). Yasin Kolo (16.8) steht an sechster Stelle in der Liga, knapp vor Bill Borekambi (16.0). Doch diese beiden reichen auch mit einem starken Rebounder Kolo (9.0/Borekambi: 7.1) und dem besten Assistant der Südstaffel (Vladimir Nemcok/8.5) nicht aus, um als Mannschaft mehr Erfolg zu haben. Gegen Coburg gelangen Haymond allerdings 30 Punkte, Kolo ein bärenstarkes Double-Double (23-16), Nemcok (15-9-6) ein starkes Gesamtbild und insgesamt fünf Akteure trafen zweistellig gegen die Bayern.

Personell haben die Domstädter allerdings einige Ausfälle: Tim van der Velde, Silvio Mendes Mateus, Jonas Gottschalk und Leon Baeck sind verletzt. Hinter Yasin Kolo steht ein kleines Fragezeichen. Dafür wurden zum Transferschluss am Donnerstag noch drei Spieler nachverpflichtet – alle aus den eigenen Reihen der NBBL und Oberliga-Reserve: Power Forward Roni Sijarina (17/2.02m/102kg) aus der NBBL. Vom Oberliga-Team der erfahrene Max Dohmen (30/2.04m/96kg), der bereits bei Schwelm in der 2. Bundesliga spielte und Center Jan Zimmermann (28/2.07m/130kg). Das Trio gehört in die Kategorie „Zwei-Meter-Riesen“ und „schwere Jungs“, bringen sie doch zusammen satte 328 Kilogramm auf die Waage und sind zusammen 6.13m groß.

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