Bittere Niederlage in Erfurt – Panthers beim 61:76 ohne Siegchance

10.12.2018

BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd, 12. Spieltag

Löwen Erfurt – wiha Panthers Schwenningen 76:61 (23:9, 21:23, 21:8, 11:21)

Bittere Niederlage zum Rückrundenauftakt für die Panthers beim Tabellensiebten: Die Gäste lagen über 40 Minuten nie in Führung und verloren am Ende deutlich. Vor allen Dingen, das jeweils erste Viertel jeder Halbzeit, war der große Knackpunkt.

 

Nachdem am Vortag Tabellenführer Bayer Leverkusen gegen scanplus Elchingen klar gegen einen Panthers-Verfolger gewann und mit 11:1-Siegen vorne weggezogen ist, hatten die Neckarstädter in Thüringen die große Chance, den zweiten Platz zu festigen. Dies misslang jedoch gründlich und die Löwen feierten ihren sechsten Sieg im siebten Spiel. Das Rennen um die Play Off-Plätze ist von Rang zwei bis elf nun voll im Gange und verspricht für die kommenden Wochen viel Spannung.

 

Schwenningen startete mit einer taktisch ungewöhnlichen Starting-Five: Bill Borkemabi, Hannes Osterwalder, Anell Alexis als Lokal Player und Darius Pakamanis sowie Sergey Tsvetkov auf den beiden Ausländerpositionen. Bei den Hausherren spielte die Topleute Max Kuhle, David Taylor, Robert Franklin, Oliver Pahnke und Tobias Bold. Bei den Panthers saßen Topscorer Rasheed Moore und Leon Friederici zunächst nur auf der Bank. Center Seid Hajric fiel mit einer Bronchitis angeschlagen aus, fehlte komplett und blieb so zu Hause in der Doppelstadt. Das junge Erfurter Team nahm das Selbstbewusstsein der letzten Spiele mit in die Partie.

 

Erstes Viertel: Schnell lagen die Löwen mit 5:0 vorne, ehe Neuzugang Anell Alexis, der insgesamt rund 22 Minuten auf dem Feld stand, nach 2:47 Minuten seine ersten Punkte überhaupt im Panthers-Trikot gelangen und die Gäste erstmals in der Rietsporthalle vor einer guten Kulisse von 1000 Zuschauern getroffen hatte. Doch die Hausherren blieben am Drücker und bauten den Abstand über ein 13:6 (5.), 17:8 (4.) auf 23:8 aus – 14 Punkte Rückstand der Panthers nach den ersten zehn Minuten. In der Offense klappten die Aktionen nicht gewünscht und die Punkteausbeute blieb mehr als mager.

 

Zweites Viertel: Dies besserte sich im zweiten Abschnitt. Binnen 1:15 Minuten legten die Gäste einen 7:0-Lauf hin und verkürzten auf 23:16 (12.). Über ein 29:21 kam Schwenningen wieder auf 29:26 durch Moore bis zur 16. Minute auf drei Punkte heran. Dann wiederum gaben die Löwen Gas – 8:0-Serie, 37:26 und kurz vor der Halbzeit in der 20. Minute mit einem 21:23 auf nur 44:32 verkürzt.

 

Drittes Viertel: Die Vorgaben für die zweite Halbzeit waren klar. Eine Aufholjagd musste her. Doch die kam nicht. Erfurt zog in der 34. Minute mit 59:37 auf +17 weg. Ein Dreier von Pakamanis waren die letzten von nur mickrigen acht Zählern der Velcic-Schützlinge in der 38. Minute. Mit einem deutlichen 21:8 bauten die Löwen den Abstand auf 65:40 mit +25 Abstand aus.

 

Viertes Viertel: Würde dies in den letzten zehn Minuten auch auswärts diesmal für ein Basketball-Wunder reichen? Aufholjagd, Spiel drehen? Fast schien es zunächst den Funken Hoffnung zu geben. Mit einem erneuten 7:0-Run verkürzte Schwenningen auf 65:47, kassierte 3:25 Minute keinen einzigen Korb, stand und packte in dieser Phase seine Betondefense aus. Die Gastgeber konnten die Panthers jedoch permanent bei diesem hohen Abstand halten. 3:30 Minuten vor dem Ende in der 36. Minute stand es immer noch 61:51. Selbst ein technisches Foul von Löwen-Trainer Florian Gut für einen Extra-Freiwurf half nicht. Zu viele Bälle gingen an den Korb oder an das Brett und fanden nicht den Weg auf die Scorebox der Panthers. In der 37. Minute ging es über ein 70:54 zu einem 76:56 in der vorletzten Minute mit wieder 20 Punkten Rückstand. In der letzten Minute verkürzten die Gäste durch Dion Braimoh und Bill Borekambi, der mit knapp 33 Minuten Einsatzzeit am längsten auf dem Parkett stand, noch auf 76:61 und gewannen so den letzten Abschnitt mit immerhin 21:11. Gegen Ende waren Tsvetkov und Borekambi mit vier Fouls kurz vor dem Ausschluss belastet.

 

Ein Blick auf die Statistik am Ende verriet, dass die Schwenninger in einigen Bereichen sogar besser waren, lediglich die Eigenfehlerquote im Wurfabschloss in der Erfurter Zone und im Korb war zu schwach.

Punkte Schwenningen: Sergey Tsvetkov (15 Punkte/5 Rebounds/0 Assists), Rasheed Moore (8/3/1), Anell Alexis (10/3/3), Darius Pakamanis (7/1/4), Bill Borekambi (10/7/3), Dion Braimoh (5/0/1), Hannes Osterwalder (6/5/3), Abu Abaker (0/2/2), Leon Friederici (0/2/1). Beste Punkte-Werfer Erfurt: David Taylor (20/4/5), Robert Franklin (17/9/3), Max Kuhle (11/0/3), Lucas Wobst (12/3/0),

Dreier: 7:5, Fouls: 21:17, Freiwurfquote: 16:19 (Treffer: 8:9), Rebounds: 29:31, Steals: 7:6, Turnovers: 13:15.

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Stimmen:

Alen Velcic (Panthers-Trainer): „Ich bin sehr enttäuscht. Wir alle sind sehr enttäuscht. Es war die vierte Auswärtsniederlage in Folge. Wir waren heute nicht bereit gegen einen schlagbaren Gegner zu spielen. Pbwohl wir wußten wie die Erfurter agieren. Da sind wir nur herumspaziert. Im letzten Viertel ging es, doch da war es zu spät. Die Niederlage war absolut unnötig. Uns fehlte da über Weite Strecken heute der Biss, den man auswärts benötigt.“

 

Florian Gut (Trainer-Erfurt): „Wir freuen uns natürlich darüber, dass wir unseren guten Lauf fortsetzen konnten. Wir waren von Beginn an konzentriert und haben die Fehler der Panthers konsequent ausgenutzt. Der Sieg war verdient, weil wir immer in Führung lagen.“

 

FOTO (Michael Kienzler):
Jederzeit Herr der Lage, auch in der Abwehr, waren die Erfurter im Spiel gegen die Panthers (im Bild eine Szene aus dem Hinspiel).

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