Aus der Niederlage lernen – Panthers wollen im Schlussspurt Play-Off Heimrecht sichern!

22.01.2019

Niederlagen können eine ganz lehrreiche Geschichte entwickeln – vor allen Dingen im Sport. Bei den wiha Panthers Schwenningen herrscht deshalb nach der 82:85-Heimniederlage gegen den BBC Coburg optimistisches Aufarbeiten mit Blickrichtung der kommenden Aufgaben.

 

Lange Serie: Seit der Heimniederlage in der Vor-Vor-Saison 2016/17 gegen Speyer Ende März waren die Panthers in 23 Punktheimspielen hintereinander am Deutenberg ungeschlagen. Diese beeindruckende Serie riss am Samstagabend jäh. Aber kein Beinbruch: Es war nach zuvor acht Heimsiegen ein Ausrutscher. Wenn, ja wenn die Mannschaft für den weiteren Saisonverlauf die richtigen Lehren daraus zieht. Trainer Alen Velcic hatte schnell die Fehlerquellen ausgemacht, „wir haben nicht kompakt genug als Mannschaft agiert und in der Defense zu viele Fehler gemacht.“

 

Fehlerquellen: Das Thema Schiedsrichter bewegte den Schwenninger Trainer und er haderte auch mit den beiden Unparteiischen aus München und Ludwigsburg. Doch Nachkarten ist nicht seine Sache, weil er genau wusste, dass seine Jungs selber einen Teil dazu beigetragen haben. „Wir haben nicht unser bestes Spiel gemacht und so ärgert mich die Niederlage doch, weil wir mit ein paar Treffern mehr hätten das Spiel trotzdem gewinnen können“, so Top-Scorer Rasheed Moore. Seine 29 Punkte an diesem Abend reichten nicht. Mit 22,4 Zählern pro Begegnung liegt er trotzdem in der ProB Süd auf dem ersten Platz. Bill Borekambi ist nach seinen acht Punkten mit 16,1 noch Neunter. Die Wurfquote bei den Freiwürfen (nur 50 Prozent) und den Zweiern war zu schwach. Die Rebounds gingen knapp an die Gäste. Hannes Osterwalder resümierte trotz seiner zwei bärenstarken Blocks unter dem eigenen Korb: „Wir haben hinten nicht so kompakt und gut gestanden wie in den bisherigen Heimspielen“, bekamen die Schwenninger vor allen Dingen den starken Coburger Amerikaner Chase Adams nicht unter Kontrolle. Er brachte seine Mitspieler gut in Position und so scorten gleich fünf Coburger zweistellig. „Dies war unser Ziel, dass wir variable spielen müssen, damit wir für die Panthers nicht auszurechnen sind“, zeigte BBC-Trainer Ulf Scharbacker seine Marschroute auf.

 

Lichtblick: Jedes negative Spiel hat immer auch kleine Lichtblicke, an denen sich die Panthers orientieren können. „Unsere Dreierquote war richtig gut, umso bitterer“, zeigte Alen Velcic auf. In der Tat: Zwölf Distanztreffer – Panthers-Bestwert in der laufenden Runde. Oft kritisiert, diesmal umgesetzt. Noch dazu von sechs verschiedenen Akteuren. Gerade auch die Jungs aus dem Backcourt wie Darius Pakamanis (3) und Pointguard Abu Abaker (2) trafen richtig gut. Sergey Tsvetkov, Rasheed Moore, Leon Friederici und Anell Alexis steuerten weitere Dreier bei.

 

Ausblick: Noch zwei Heimspiele haben die Schwenninger. Am 2. Februar gegen den unangefochtenen Tabellenführer Bayer 04 Giants Leverkusen (16:1-Siege). Und zum Hauptrunden-Abschluss gegen den FC Bayern München II am 23. Februar. Ziel ist es weiterhin, den wie am nach dem 17. Spieltag in den letzten fünf Partien weiterhin noch zu verteidigenden zweiten Tabellenplatz einzunehmen. Es wird nicht einfach: „Wir haken das Coburg-Spiel nun schnell ab und konzentrieren uns auf den nächsten Samstag in Frankfurt. Dort wollen wir gewinnen“, zeigt sich Velcic schon wieder fokussiert auf das Topspiel beim punktgleichen Dritten. Ein Sieg würde Rang zwei zementieren mit einem Sieg mehr und dem gewonnenen direkten Vergleich. Nach jetzt 11:6-Siegen und nach dem guten Start (5:0) mit einer Zwischenbilanz von 6:6 wissen die Schwenninger um die noch lauernden Gefahren. Das Hauen und Stechen um die Play Offs hat begonnen – Ulm und Gießen sind auswärts im Februar noch zwei dicke Stolpersteine. Da Meister Elchingen wiederum das Schlagerspiel in Frankfurt verloren hat und Coburg mit zwei Siegen weniger und dem verlorenen direkten Vergleich gegenüber den Panthers Schwenningen auf den vierten Platz vorrückte, dürfte zumindest das wichtige zweite Play Off-Heimreicht im Achtelfinale fast schon in trockenen Tüchern sein. Davon will Alen Velcic indes nichts wissen und sich jetzt von Spieltag zu Spieltag auf die bevorstehenden Aufgaben konzentrieren.

 

Sponsorenabend: Am gestrigen Montagabend veranstalteten die Panthers ihren Neujahrempfang zusammen mit über 60 Personen in den Räumen des Genußateliers bei Sponsor Meik Gildner in Villingen. „Es war eine tolle Veranstaltung bei der wir viele gute Gespräche führen konnten und nun gemeinsam mit unseren Sponsoren Konzept, Strategie, Visionen und Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Basketballsport in Villingen-Schwenningen und dem Gebiet Schwarzwald-Baar-Heuberg abstecken und weiterentwickeln können“, so Geschäftsstellenleiter Holger Rohde. „Es ist ein wichtiges Zeichen, dass wir die regionale Wirtschaft, die Politik und die sportbegeisterten Menschen hinter uns wissen und gemeinsam dieses Profi-Sportprojekt vorantreiben in den kommenden Jahren“, zeigt Trainer Alen Velcic auf.

 

Fan-Base: Die knapp 600 Fans gegen Coburg sind auf den ersten Blick enttäuschend, doch Holger Rohde sieht es immer realistisch. „Es ist wie mit der Oktoberfest-Zeit oder dem schönen Outdoor-Herbst: Die Leute machen verschiedene Dinge, jetzt geht bei uns wieder die Fasnet los, zudem sind viele beim Skifahren an den Wochenende und die Fußball-Bundesliga spielte wieder und da haben doch etliche aus dem Raum VS Dauerkarten beim VfB Stuttgart und SC Freiburg und sind dann bei deren Heimspielen einfach nicht immer da. Aber gegen Leverkusen zum Topspiel, Bayern München II vom Namen her und den Play Offs wird die Bude voll sein, da bin ich mir sicher. Wir entwickeln uns und können nicht jedes Mal erwarten, dass 1000 Zuschauer kommen. Mir war viel wichtiger wie unsere tollen Fans die Spieler trotzdem geherzt haben nach der Niederlage. Denn verlieren am Deutenberg waren wir alle nicht mehr gewohnt und müssen solche Ereignisse gemeinsam lernen und schlucken.“

 

Das Interesse der Zuschauer an Auswärtsfahrten ist derweil enorm und die Nachfrage erreichte die Verantwortlichen der Panthers. „Wir prüfen es zeitnah was wir spätestens zu den Play-Offs oder schon im Februar zu einer Partie in Gießen auf die Beine stellen können. Wenn natürlich unsere Fans mit einem Bus zum Anfeuern gerne anreisen möchten, wollen wir den Wünschen nachkommen wenn es möglich ist“, so Velcic und Rohde unisono.

 

FOTO (PRESSE): Rasheed Moore stellt sich nach Spielende den Fragen der Journalisten

 

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