Auf der Suche nach Konstanz

01.12.2020

Bei der enttäuschenden 60:85-Heimniederlage gegen Topteam Science City Jena zeigen die wiha Panthers erneut nur eine gute Halbzeit. Bei den nun folgenden drei Auswärtsspielen soll die Mannschaft mehr Konstanz in ihre Leistungen bringen und gegen Gegner auf Augenhöhe Siege einfahren.

 

Zum zweiten Mal in Folge müssen die wiha Panthers in der BARMER 2. Basketball Bundesliga die schmerzhafte Erfahrung machen, dass 20 Minuten guter Basketball nicht ausreichen, um Spiele gewinnen zu können. Während die Mannschaft von Trainer Alen Velcic in Heidelberg den Start in die Partie verschlief und erst in Abschnitt zwei zur Höchstform auflief, leisteten sich die Doppelstädter gegen Meisterschaftskandidat Jena am vergangenen Samstag einen kapitalen Leistungseinbruch in Hälfte zwei.

 

Nach dem Seitenwechsel eröffneten die Neckarstädter die 2. Halbzeit noch mit einem krachenden Dunk von Topscorer Shaun Willett. Doch im Anschluss enteilte Jena den Panthers Stück für Stück. „Wir sind eigentlich gut in die zweite Halbzeit gestartet, haben aber in drei oder vier Situationen hintereinander in Schnellangriffen einfache Punkte liegengelassen“, analysiert Trainer Alen Velcic. „Anschließend hat Jena im Gegenzug gepunktet und sich so einen Vorsprung herausgespielt. Wir haben danach verunsichert agiert und unsere Angriffe ängstlich vorgetragen.“

 

Nach Willetts Dunk gelangen den Panthers im dritten Viertel gerade mal vier weitere Feldkörbe im dritten Viertel. Hieraus resultierte ein Rückstand von acht Punkten, der aber im Schlussviertel schnell weiter anwuchs. Neben der sich einstellenden Verunsicherung kam für die Schwenninger auch noch Pech hinzu. Panthers Forward Rytis Pipiras musste nach seinem fünften persönlichen Foul bereits in der 32. Spielminute das Feld verlassen. Und Pechvogel Nate Britt kassierte fünf Minuten vor Spielende einen harten Ellbogenschlag unterhalb seines rechten Auges. „Ich habe anfangs gar nichts mehr auf dem einen Auge sehen können“, berichtet Spielmacher Britt. „Die Blutung war dann so stark, dass ich ins Klinikum musste, um die Wunde mit ein paar Stichen nähen zu lassen.“ Glücklicherweise ergaben die dortigen Untersuchungen keine weiteren Schäden oder Brüche.

 

Die Niederlage gegen Jena war zu jenem Zeitpunkt längst besiegelt. „Wir haben in wichtigen Phasen einfach keinen kühlen Kopf bewahrt und unser Heil in der Offensive in wenig effektiven Einzelaktionen gesucht. Es ist eigentlich die Aufgabe unserer Aufbauspieler, hier für mehr Struktur und Ruhe zu sorgen“, äußert sich Velcic kritisch über seine Spielmacher. „Defensiv ist es uns zudem nicht gelungen, das Zusammenspiel von Nixon und Lodders im Pick’n Roll zu unterbinden. Hier hat unsere Hilfsverteidigung überhaupt nicht funktioniert. Wir müssen das Zusammenspiel in solchen Situationen einfach besser gestalten und werden in den Trainingseinheiten nun den Fokus verstärkt darauf legen. Generell verlieren wir in wichtigen Spielphasen noch immer unsere Konzentration und müssen einfach lernen, souveräner zu agieren und mehr Konstanz in unsere Leistungen bringen.“

 

In den kommenden drei Wochen stehen für die wiha Panthers Schwenningen nun drei Auswärtsspiele an. Mit den Kirchheim Knights, Phoenix Hagen und dem Team Ehingen Urspring erwarten die Schwenninger Gegner, denen man mindestens auf Augenhöhe begegnen sollte. Es gilt nun, in der derzeit noch wenig aussagekräftigen Tabelle Boden gutzumachen und in das vorhandene Potenzial der Mannschaft weitere Konstanz zu bringen. „Es hat auch letztes Jahr gedauert, bis die Mechanismen ineinandergegriffen haben und wir konstant das abrufen konnten, was in der Mannschaft steckte“, vergleicht Velcic die aktuelle Situation mit dem Vorjahr. „Auch dieses Jahr befinden wir uns noch in einem Lernprozess, sind aber optimistisch, dass wir die kleinen Dinge, die uns noch Schwierigkeiten machen, bald in den Griff kriegen und dann wieder stärker und konstanter auftreten werden.“

 

TEXT: Manuel Schust / FOTO: Michael Kienzler

Unsere Platinsponsoren

Laden Sie sich die Panthers App herunter! Ein muss für jeden Fan.