Alles neu zum Saisonstart gegen Kirchheim

19.09.2019

154 Tage nach dem letzten Pflichtspiel in der Deutenberghalle ist es endlich so weit: Die wiha Panthers Schwenningen starten am Samstag (20 Uhr) erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in der Barmer 2. Basketball Bundesliga ProA. Zum Auftakt kommt es gleich zu einem interessanten Baden-Württemberg-Duell gegen die Kirchheim Knights, die ein seit Jahren etablierter Zweitligist sind.

 

Auch dieses Jahr heißt es für die Schwenninger Basketballer und ihre Fans: Neues Jahr, neue Liga.
Im neuen sportlichen Umfeld erwartet die Doppelstädter nicht nur ein spielerisch gehobenes Niveau mit interessanten Gegnern, sondern auch eine Heimspielstätte in neuem Gewand. Denn der Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse Deutschlands geht Hand in Hand mit neuen gehobenen Standards. Gespielt wird nun auf einem neuen Parkettboden, der zu jedem Heimspiel auf- und abgebaut werden muss. In U-Form befinden sich nun rund um das Spielfeld LED-Banden. Erstmals zum Einsatz kommen dann auch moderne Standkorbanlagen. Die Deutenberghalle wird für viele Besucher kaum wiederzuerkennen sein. Und auch diejenigen, die es nicht in die Halle schaffen, haben nun keine Ausrede mehr dafür, ein Spiel zu verpassen. Denn über die Streaming-Plattform Airtango werden alle Spiele der wiha Panthers live übertragen.

 

Nach einer erfolgreichen Vorbereitung, in der Alen Velcics Mannschaft in sieben Begegnungen nur eine Niederlage hinnehmen musste, folgt gegen die Kirchheim Knights nun der erste Härtetest im Ligaalltag.
Seit ihrem Aufstieg in die 2. Basketball Bundesliga im Jahr 2006 zählen die Knights zum festen Inventar der Liga. Dabei beendeten die Schwaben von 2008 bis 2012 die ProA-Hauptrunde stets unter den Top 5 und feierten 2012 sogar die Vize-Meisterschaft. Auch wenn in den letzten beiden Jahren die Meisterschaftsrunde knapp verpasst wurde, haben die Knights mehrfach bewiesen, dass man in der ProA auch ohne riesiges Budget erfolgreich sein kann. In der kommenden Saison zählt Kirchheim für Experten wieder zu den Playoff-Kandidaten. US-Center Keith Rendleman ist den Knights erhalten geblieben. Mit Tim Koch, Andreas Kronhardt, Andreas Nicklaus und Kevin Wohlrath kann weiter auf ein starkes Grundgerüst deutscher Akteure gebaut werden.
Neu verpflichtet wurde ein US-Trio mit ansprechendem Profil: Kapitän Jalan McCloud gilt als wieselflinker Aufbauspieler, Erik Durham als ausgewiesener Scharfschütze und auch Mitch Hahn verfügt als moderner Forward über einen guten Distanzwurf. Aus Elchingen und Ulm kamen mit Brian Butler und Till Pape zwei deutsche Spieler, die im Vorjahr bei ihren Vereinen Leistungsträger in der ProB gewesen sind.

 

„Kirchheim hat ein routiniertes Team mit viel Qualität auf allen Positionen“, erklärt Panthers-Trainer Alen Velcic anerkennend. „Sie haben sich punktuell sinnvoll verstärkt und versuchen einen Stil zu spielen, der sehr aufwendig ist. Dabei ist die Mannschaft sehr abgezockt und bestraft jeden Fehler sofort eiskalt. Doch wir haben uns gut vorbereitet! Wer sein Team als Trainer eher erreicht, hat gute Chancen nach 40 Minuten vorne zu sein.“

 

Zu Saisonbeginn kann Velcic auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Auch der zwischenzeitlich an einer Meniskusquetschung laborierende Kapitän Kosta Karamatskos ist wieder einsatzfähig. Während die amerikanischen Neuverpflichtungen David Dennis, Jaren Lewis, Sean Lloyd und auch Junior Searcy am Samstag ihr Profidebüt feiern, trifft der 33-Jährige Routinier Karamatskos mit Kirchheim auf seinen Ex-Klub, für den er 2006 und 2012 aufgelaufen ist. Auch für Panthers-Neuzugang Marko Bacak steht ein Wiedersehen an: Der Center-Hüne und Knights-Coach Mauricio Parra kennen sich aus der gemeinsamen Zeit beim Bundesligisten aus Oldenburg, wo Parra drei Jahre als Assistenztrainer tätig gewesen ist.

 

Der 47-jährige Trainer aus Kirchheim zollt dem Gegner Respekt und unterstreicht die unterschiedlichen Basketballphilosophien: „Ich habe vier Pre-Season Spiele von Schwenningen gesehen und bin mir bewusst, wie schwer es wird im ersten Spiel zu bestehen. Die Panthers sind sehr tief besetzt und spielen einen völlig anderen Basketballstil als wir, mit dem sie aber offensichtlich sehr erfolgreich sind. Wir kommen mit sehr viel Respekt nach Schwenningen.“

 

Die Vorzeichen für ein spannendes Basketballspiel zum Auftakt stehen gut. Vor heimischer Kulisse und auf neuem Parkettboden wollen die Panthers zum Saisonstart gleich den ersten Sieg feiern.

 

TEXT: Manuel Schust / FOTO: Michael Kienzler

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