Achter Neuzugang für die Panthers – Bill Borekambi wechselt von der Ostsee in den Schwarzwald

27.07.2018

Es geht in diesen Tagen Schlag auf Schlag beim Aufsteiger wiha Panthers Schwenningen: Der ProB-Süd-Neuling legt auf dem Transfermarkt wieder nach und hat für die BARMER-2. Basketball-Bundesliga Saison 2018/19 buchstäblich den nächsten dicken Fisch an Land gezogen: Bill Akeem Borekambi kommt von den Rostock Seawolves, ein echter Kracher auf der Forward-Position.

 

Borekambi ist der achte Kaderspieler bei den Panthers. Er wechselt über 900 Kilometer gen Süden vom ProA-Aufsteiger Rostock von der Ostsee in den Schwarzwald. „Da ist uns echt ein toller Fang ins Netz gegangen“, lobt Geschäftsstellenleiter Holger Rohde seinen Trainer und sportlichen Leiter Alen Velcic. „Er überrascht mich gerade täglich. Macht richtig Spaß. Ich frage gar nicht mehr nach. Irgendwas spannendes zaubert er aus dem Hut.“

Der 1,98 Meter große und 96 Kilogramm schwere Spieler hatte in den letzten Wochen auch andere Angebote aus der höherklassigeren ProA und sogar BBL auf dem Tisch liegen. Was gab den Ausschlag, dass der erfahrene 26-jährige in Berlin geborene Borekambi sich für Schwenningen entschieden hat? „Es lag ein Aspekt darauf, dass er bei uns bei seiner Qualität Spielpraxis hat, in eine Führungsrolle wachsen kann und sich somit noch mehr weiterentwickelt“, zeigt Panthers-Coach Alen Velcic auf. Mit den Positionen als Small Forward und Power Forward dürfte er beim Neuling nun dafür sorgen, dass seinem zukünftigen Mitspieler Rasheed Moore ob der gewaltigen Qualität an Nebenspielern das Basketball-Herz aufgehen dürfte. Trainer Velcic hat mehr Alternativen und freut sich über den gelungenen Coup: „Wir sind mächtig stolz über einen unserer Königstransfers. Denn Bill wird uns top verstärken. Er hat eine enorme Korbgefährlichkeit. Ich bin mir sicher, wir sind auf dem besten Weg eine starke Mannschaft mit motivierten, hungrigen und qualitativ hochwertigen Spielern auf die Beine zu stellen.“ Noch ist das Ende der Fahnenstange bei der Kaderplanung allerdings nicht erreicht. Mindestens weitere zwei Akteure auf der Center Position mit den „Big Guys“ werden in den nächsten Tagen noch folgen. Genaueres verrät Velcic wie immer nicht. „Braucht er auch nicht. Ich weiß, dass er da auch bei den Centern wieder das richtige Näschen und Händchen haben wird.“

Borekambi ist indes ein Local Player, der sechste deutsche Akteur im Team der Schwarzwälder. Ohne Umschweife darf er als „Winnertyp“ bezeichnet werden, weil er bei seinen Ex-Vereinen 2018 und 2017 zweimal ein Aufstiegsgarant darstellte. Der Grund: In Rostock schaffte er mit den Mecklenburgern als zweitbester Korbschütze bei 14.3 Punkten und im Schnitt 22:10 Minuten Spielzeit pro Match in 30 Saisonspielen Topwerte die zum Aufstieg in die ProA beigetragen haben. Dabei gelang ihm gegen den Schwenninger Auftaktgegner Gießen in den Pley Offs das Kunststück in einer Partie 18 von 22 Punkten im letzten Viertel zu legen. Sein Saisonbestwert lag ebenfalls gegen Gießen im entscheidenden dritten Spiel bei 27 Zählern.

Ein weiterer Aufstieg gelang ihm 2017 mit PS Karlsruhe (11,8 pro Partie) von der ProB in die ProA. Weitere Stationen in Nürnberg (2015/16), Cuxhaven (2014/15) und Lich (2013/14) zeigen auf, dass der frühere U18-Nationalspieler schon viele Gegenden auf der Landkarte live gesehen hat und sich in Deutschland bestens auskennt. Berlin, Nordsee, Ostsee, Hessen, Franken, Baden und jetzt der Schwarzwald – Borekambi ist viel herumgekommen. In seiner Jugendzeit hatte er sich einst bei ALBA Berlin zwar nicht durchsetzen können, versuchte dann 2009 über die NBBL bei den Eisbären Bremerhaven und entwickelte sich in den vergangenen fünf Jahren zu einem starken Leistungsträger für seine Mannschaften.

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