92:86-Sieg in Gießen – Das Halbfinale ist zum Greifen nah!

25.03.2019

Unfassbar, unglaublich, einmalig: Aufsteiger wiha Panthers Schwenningen steht in den ProB-Play Offs unmittelbar vor dem nächsten Highlight und schickt sich an in Richtung Halbfinale zu schielen. Mit einem zweiten Sieg am kommenden Samstag um 20 Uhr am heimischen Deutenberg gegen die Gießen 46ers Rackelos wären die Schwarzwälder nach dem 92:86 am Sonntag Abend in Hessen eine Runde weiter. Gegner dort wäre der Sieger aus Baskets Münster/FC Bayern München II.

 

Ruhe bewahren: Wer Trainer Alen Velcic kennt der weiß, dass er immer in großen Dimensionen denkt. Klare Ziele setzt, die Wege dahin sie zu erreichen durchdenkt, plant und machbar entwickelt. „Der Sieg war Wahnsinn, aber jetzt geht es diese Woche weiter. Wieder konzentriert im Training arbeiten, nicht abheben. Wir haben derzeit Spaß an der Situation, machen uns keinen Druck. Die Jungs müssen nichts, sie wollen. Und deswegen wollen wir natürlich daheim das zweite Spiel gewinnen und werden alles dafür tun, dass wir nicht noch einmal nach Gießen fahren müssen und den Sack zumachen.“ Die Verantwortlichen rechnen am Samstag mit einer neuen Rekordkulisse und einem mit 1400 Zuschauern ausverkauften Deutenberg.

 

Coup: Der Neckarexpress rast weiter quer durch die Play Offs-Landschaft in Deutschland: Die wiha Panthers Schwenningen brachten bei den Gießen 46ers Rackelos das Kunststück fertig, gleich die erste Partie mit 92:86 zu gewinnen. Es war großes Kino, eine unfassbar starke Mannschaftsleistung in der Offensive, in punkto Wille, Einsatz. „Ja ich muss mich selber erst einmal sammeln. Wir haben vorne richtig stark gespielt“, freute sich Bill Borekambi. Er war mit 26 Punkten und 8 Rebounds einer der Erfolgsgaranten. 20 Punkte davon in der ersten Halbzeit. Rasheed Moore kam sogar zu einem Double-Double (25-10) und Leon Friederici (20) powerte ebenfalls einen hohen Wert in den Korb. Zum ersten Mal in dieser Sasion hat das Trio jeweils eine 2 vor der Punkteausbeute. „Wir drei haben das Team wie eine Lokomotive gezogen, die anderen haben da Vollgas mitgemacht und wir hatten unseren Spaß da vorne miteinander zu spielen“, so Borekambi. Kosta Karamatskos, der 37 Minuten spielte und neben Moore (35) und Borekambi (39) lange auf dem Court stand, hatte mit acht Rebounds ebenfalls einen Spitzenwert, aus dem am Ende 50:28-Rebounds für die Panthers entstanden. Auswärts eine sagenhaft guter und klarer Wert.

 

Was nicht einfach war gegen die starken Leute der 46ers um Ex-Nationalspieler Johannes Lischka (18-9), der aber das ein ums andere Mal mehr durch Meckern auffiel. Jestin Lewis (14), Jordan Williams (19) und Leon Okpara (12) sowie ein quierliger Bjarne Kraushaar waren über 40 Minuten nicht aus dem Spiel zu nehmen und schwere Herausforderungen.

 

Sichere Hand: Mit 26 von 29 verwandelten Freiwürfen lag die Panthers-Quote bei 90 Prozent – Bestwert in dieser Saison. Vor allem am Ende die letzten drei Punkte durch Leon Friederici (2) sowie Seid Hajric (1) entsprangen starken Nerven.

 

Heiße Schlussphase: Die letzten 90 Sekunden waren nichts für schwache Nerven. Rasheed Moore traf 82 Sekunden vor der Siree mit einem Dreier zum 83:86. Velcic nahm eine Auszeit. Dann saust ein Dreier der 46ers zum 86:86 durch den Korb (54 Sekunden). Moore trifft 41 Sekunden vor Ende zum 86:88, wird dabei gefoult und setzt den Freiwurf zum 86:89. Auszeit Gießen. Johannes Lischka verballert danach einen Wurf aus „Down Under“ (18 Sekunden). Dann wird Leon Friederici gefoult und verwandelt beide Freiwürfe zum 86:91 (16 Sekunden). Kurz vor dem Ende Foul an Hajric – er macht einen Freiwurf zum 86:92 rein (5 Sekunden) und fischt beim letzten Wurf der Gießener unter dem Panthers-Korb den Rebound weg.

 

Kleine Tränen: Als Seid Hajric den letzten Ball abfischte und der Sieg eingetütet war, gab es kein Halten mehr. Jubelnde Panther-Fans, die fast alle im einheitlichen Play-Off-T-Shirt von Fanshop-Chef Markus Vett ausgestattet die Arme hoch rissen. Alen Velcic, der aus sich rausging, auf den Stuhl stieg und seiner Freude freien Lauf lies. Sowie überwältigte Spieler, die körperlich an ihr Limit gingen und erst einmal nach Fassung ringen mussten, ehe sie mit den Fans feierten. Und ein Geschäftsstellenleiter Holger Rohde, dem es ein paar Freudentränen ins Gesicht setzte, als er von der Tribüne auf das Spielfeld stürmte und jeden Spieler einzeln herzte. „Ich bin ein harter Hund, aber was die Jungs da heute gezeigt haben, war ein kleiner Meilenstein, unglaublich, weil sie niemals aufgeben. Das war ein pures Glücksgefühl.“ Jugendkoordinator Boyko Pangarov konnte es gar nicht fassen. Der sonst so ruhige Bulgare schrie die Freude quer durch die Halle, Teammanager Nenda Bodganovic blieb da noch die Coolness in Person und schmunzelte mit den Worten: „Ich habe es immer gewusst, wir gewinnen heute das Ding hier.“

 

Fan-Base: Ein voller Bus, viele private Fahrer – mit rund 70 Fans waren die Schwenninger in der Gießener Ostsporthalle sehr gut vertreten unter den rund 800 Zuschauern. Vor allem lautstark. „Da haben einige schon etwas dumm aus der Wäsche geschaut von den Einheimischen, als wir mit Trommeln, Klatschpappen von der ersten bis letzten Minute auf der Tribüne Bambule gemacht haben. Selbst unsere Bus-Fahrer der Firma Petrolli haben mitgefiebert, angefeuert und gejubelt“, schmunzelte Rohde. Kapitän Kosta Karamatskos meinte nach dem Spiel: „Der Sieg war wichtig. Es war eine sensationelle Leistung, ein wertvoller Schritt. Und diese tollen Fans haben uns in jeder Phase des Spiels gepuscht., Danke dafür.“ Trainer Velcic schickte extra auf der Rückfahr noch eine Videobotschaft von Bus zu Bus und bedankte sich emotional: „Ihr wart heute laut., ihr wart ein Rückhalt für die Mannschaft, vielen Dank dass ihr alle mitgekommen seid.“ Für Rohde war es eine tolle Fangemeinschaft: „Da wächst inzwischen wirklich eine Panthers-Familie zusammen. Langjährige Fans, junge Leute aus VS, viele Familien mit Kindern und auch Sponsoren sind mitgefahren.“ Am weitesten entfernt drückte natürlich wie immer aus den USA Amanda Critch, die Mutter von Rasheed Moore die Daumen. Rohde überbrachte Mama Moore direkt nach dem Spiel von ihrem Sohn eine eine flugs aufgenommene Videobotschaft: „Hey Mom, ich hab Dir versprochen wir gewinnen heute Abend und es geht weiter. Ich liebe dich“, so seine rührenden Worte gen Amerika.

 

Viertelfinale-Übersicht, 1. Runde: Lokomotive Bernau – Frankfurt Skyliners Juniors 78:58, Baskets Münster – FC Bayern München II 77:65, Gießen 46ers Rackelos – wiha Panthers Schwenningen 86:92, Dienstag, 26. März: TSV Bayer 04 Giants Leverkusen – Baskets Oldenburg Juniors.

 

Vorverkauf: „Der läuft wie geschnitten Brot. Schon auf der Rückfahrt im Bus haben mich viele whats app und e-Mail-Nachrichten erreicht wo und wie man noch Karten bekommt“, so Geschäftsstellenleiter. Wir haben ja die bekannten Vorverkaufstellen eingerichtet bei unserem Trainer Alen Velcic in dessen Mobilfunkshop in der Villinger City in der Brunnenstrasse.“ Dazu kommen noch: Salinencafe Schwenningen Frank Singer, Lohnbuchhaltung/Setierhilfeverein Michael Krivanek Rietenstrasse Schwenningen, die CleverFit-Studios in Villingen, Bad Dürrheim, Rottweil und Schwenningen, das Tattoostudio Pios Pistol in Schwenningen und der Fanshop bei PIT Werbetechnik in Villingen Haslach in der Stettinerstrasse. „Wir gehen davon aus, dass am Samstag die 1400 Zuschauer die Halle bis auf den letzten Platz füllen, werden aber in jedem Fall an der Abendkasse auch noch Tickets anbieten“, so Geschäftsführer Markus Käshammer. „Der Vorverkauf war wie erwartet in der ersten Woche schon gigantisch, durch den Sieg in Gießen wird es jetzt natürlich ein besonderer Abend. Mit einem Sieg könnte er denkwürdig werden und da möchte jeder dabei sein“, so Rohde. Trainer Alen Velcic bringt es einfach auf den Punkt: „Wer jetzt nicht Lust auf Basketball hat und kommt, dem ist eben nicht mehr zu helfen. Mehr wie solche Leistungen können die Jungs nicht bieten.“

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