Die Panthers peilen gegen Coburg den 9. Sieg im neunten Heimspiel an

18.01.2019

BARMER 2. Bundesliga ProB Süd

17. Spieltag: wiha Panthers Schwenningen – BBC Coburg (Samstag, 20 Uhr)

 

„Alle Neune“ heißt es am Samstagabend in der Schwenninger Deutenberghalle – die Panthers peilen an, ihre makellose Heimserie weiter auszubauen und in ihrer „Hölle“ den neunten Sieg im neunten Spiel einzufahren.

Festung: Kommen die Gegner in den Schwarzwald, hieß es in dieser Runde ausnahmslos, mit langen Gesichtern nach den 40 Minuten vom Parkett zu treten. Daheim sind die Schwenninger eine Macht. „Da wollen wir weiter ansetzen und auch gegen Coburg gewinnen. Unser Ziel kann nur lauten den zweiten Platz zu festigen, um in den Play Offs mehr Heimspiele zu haben“, zeigt Pointguard Abu Abaker auf. Der junge Spielmacher steigert sich seit Wochen in eine konstant gute Form. Trainer Alen Velcic freut dies: „Er hat den Ausfall von Kosta Karamatskos immer besser kompensieren können“, lobt der Coach. Der verletzte Kapitän Karamatskos überdies ist wieder ins Training eingestiegen, hat seine Bizeps-Operation gut auskuriert. „Wir machen ihm aber keinerlei Druck. Er kann sich in Ruhe aufbauen und dann sehen wir, wie weit er in fünf bis sechs Wochen ist, wenn es in die Play Offs geht“, so Velcic.

Play Offs: Das große Wort der kommenden Wochen. 11:5-Sieg hat der Aufsteiger bisher zu Buche stehen. Dies trägt die Panthers sensationell hinter Bayer Leverkusen (15:1) auf den zweiten Rang. „Natürlich wollen wir den festigen. Die letzten drei Heimspiele gegen Coburg, Leverkusen und München alle gewinnen. Der Heimvorteil ist unser Pfund, auch für die weitere Saisonphase“, so Velcic motiviert und selbstbewußt. Der erfahrene Trainer sucht sich und für seine Jungs immer wieder neue Ziele. Selbstzufriedenheit ist ihm ein Fremdwort. Faktisch und rechnerisch können die Schwenninger mit einem Sieg gegen den BBC die Play Offs mit den besten acht Teams am sechst letzten Hauptrundenspieltag bereits fixen. „Der zweite Platz ist jetzt unser Ziel, um in der Endrunde im Achtelfinale und Viertelfinale in jedem Fall immer das bessere Heimrecht zu haben.“

Modus: Die besten acht Teams aus dem Süden treffen ab dem Wochenende 2./3. März (Fastnacht) auf die besten acht aus dem Norden. Frühestens im Halbfinale könnte Schwenningen als Hauptrunden-Zweiter auf den Ersten aus dem Norden treffen mit nur maximal einem Heimspiel. Die Saison insgesamt dürfte angesichts der Form der Schwarzwälder sicherlich bis in den April hinein gehen. Geschäftsstellenleiter Holger Rohde ist gespannt. „Erstmal wie die restlichen Hautprunden-Spieltage verlaufen, auch was hinter uns passiert, weil da jeder jeden schlagen kann im Hauen und Stechen um die Top-Vier-Ränge und insgesamt wer mindestens Achter wird. Play Offs sind was Besonderes, jedoch noch in weiter Ferne, damit beschäftigen wir uns, wenn es soweit ist.“

Der Gegner: Erst einmal steht ein weiteres Heimspiel an. Coburg ist ein unbequemer und gefährlicher Gegner. Der US-Amerikaner Chase Adams als Spielmacher ist mit dem Team um Trainer Ulf Schabacker im Laufe der Saison zu einer der Überraschungen gewachsen. In der letzten Runde sportlich neben Karlsruhe als Vorletzter eigentlich abgestiegen, bekam man durch verschiedene Lizenzverschiebungen zwischen der ProA und ProB letztlich eine neue Lizenz. Der Saisonstart mit 1:5-Siegen, darunter das 66:78 gegen die Panthers am zweiten Spieltag, ging in die Hose. Doch danach drehte der BBC auf: 7:3-Siege aus den vergangenen zehn Partien, darunter auswärts richtige Crunsh-Time-Erfolge bei Meister Elchingen (83:78) und das 101:100 in Köln mit zwei Freiwürfen vier Sekunden vor dem Ende der Overtime. Schwenningen ist also vorgewarnt: „Wir haben großen Respekt vor Coburg. Die spielen einen sehr guten Basketball, aber wir spielen zuhause und die Mannschaft hat diese Woche sehr gut trainiert“. Ein Wiedersehen gibt es indes für Anell Alexis, der vor seiner Stippvisite nach Panama bis April 2018 bei den Oberfranken auflief. Er hat in diesen Tagen mit etwas anderem zu kämpfen: „Mir ist es doch ein bisschen kalt“, schmunzelt er die Begründung für das Wachsen lassen seiner Haare. Zuletzt haderte er etwas mit sich. „Gegen Köln habe ich in zu kurzer Zeit Fouls kassiert, das ärgert mich“, führt er aber mit Coach Velcic immer gute Gespräche und fühlt sich im Schwarzwald wohl.

Schulbesuch: Und engagiert sich wie alle Panthers-Spieler ständig sozial. Am Donnerstag war der Flügelspieler zusammen mit Abu Abaker und Holger Rohde vier Stunden lang in Schramberg am Gymnasium, um mit einer AG und dem Abi-Neigungsfach zu trainieren. „Ein Lob an die beiden, wie sie komplett Trainingseinheiten gemacht haben, die Gruppen so aufteilten, dass die Schüler speziell Dinge auf den verschiedenen Positionen gelernt haben“, freute sich der Panthers-Geschäftsstellenleiter über den Besuch in der württembergischen Talstadt.

Personalsituation: Nach 14 Tagen Virus-Pauser wird Hannes Osterwalder gegen Coburg wieder im Kader stehen. Neben Karamatskos fällt Center Seid Hajric noch ein weiteres Spiel wegen seines Oberschenkels aus. „Dies habe ich befürchtet, aber ich kuriere es lieber gut aus, weil die Saison noch länger geht“, so der 35-Jährige Haudegen. Boyko Pangarov laboriert an einer Grippe. „Wir sind es gewohnt, dass ständig Spieler ausfallen und in der bisherigen Saison haben wir es immer kompensieren können, da mache ich mir keine Sorgen. Alle sind konzentriert, wollen gewinnen und unser Trainer hat immer eine passende Taktik parat“, bleibt Topscorer Rasheed Moore entpannt.

 

FOTO (Michael Kienzler): 

Anell Alexis will sich gegen seine Ex-Club in Bestform präsentieren.

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